In den Allgäuer Alpen bietet sich für einen schönen Wanderausflug die Alpe Beichelstein in der Nähe von Seeg an. Sie ist malerisch am Hang gelegen und verspricht einen herrlichen Blick auf die umliegenden Berge der Alpen und zu den vorgelagerten Seen wie Hopfensee oder Forggensee.
Anfahrt
Die südliche Anreise erfolgt von Füssen über Hopferau nach Unterlangegg, wo sich ein beschilderter Parkplatz befindet. Wer aus nördlicher Richtung kommt, sollte Richtung Kaufbeuren, Marktoberdorf und Seeg fahren. Ab Seeg ist die die Alpe Beichelstein gut beschildert und man benötigt nur noch wenige Minuten bis zum Parkplatz. Dort sollte man sein Auto abstellen und den Fußweg nehmen. Der Wanderweg führt von Oberlangegg (900m) zum Senkelkopf auf ca. 1047 m. Von dort ist der Weg weiter markiert und man gelangt über den Höhenweg Nr. 8 zur Alpe Beichelstein (952m). Wir haben die Alpe aus nördlicher Richtung bestiegen.
Aufstiegsfakten
Gerade im Herbst, wenn die Blätter der Bäume die Landschaft in Gold tauchen, ist bei schönem Wetter und guter Fernsicht die Wanderung unvergesslich. Man kann hier beim leichten Aufstieg die gute Bergluft besonders genießen und von Meter zu Meter ist die Sicht toller auf die Berge und die Landschaft. Herrlich ist auch die Ruhe und so manches Wildtier ist zu beobachten. Auch nicht geübte Wanderer können den Weg leicht begehen, da er nicht sonderlich steil ist. Allerdings sollte man nicht so gutgläubig wie meine Freundin sein, die der Meinung war mit Highheels wandern zu können. Mit einem festen Schuhwerk ist es nicht nur angenehmer zu Laufen, sondern auch sicherer, da man sich ja doch einmal vertreten kann. Als Dauer sollten bei einem gemütlichen Aufstieg eineinhalb Stunden eingerechnet werden.
Wanderung durch den Wald
Der Wanderausflug beginnt zu Anfang auf einem selten befahrenen Teerweg, vorbei an Wiesen und einer Kuhweide, ehe es links auf einen Kiesweg mündet an dem rechts ein kleiner Bach vorbeiplätschert. Dieser Weg führt etwa 400m, bevor es rechts in den Wald geht und die eigentliche „Erklimmung“ los geht. Durch ein paar Lichtungen kann man einen schönen Ausblick auf Seeg genießen. Auch lassen sich ab und zu ein paar Wildtiere, wie Rehe, oder auch Hasen sehen.

Schöne Wiese am Rande des Waldes

Weggabelung: hier geht es rechts in den Wald (und auch bergauf).

Dank vorangeschrittenem Blattfall kann man vom Wald auf die Wiesen blicken.
Gipfelstürmung des Senkelkopfs
Nach einer gut einstündigen Wanderung ist man auf dem Senkelkopf angelangt und hat etwa 150 Höhenmeter zurückgelegt. Belohnt wird man dort oben mit einem fantastischen Ausblick, nun endlich auch auf die südlche Seite. Hier sieht man auf die Allgäuer Alpen mit Breitenberg, Aggenstein oder Gimpel, Ammergauer Berge und die dahinterliegenden Lechtaler Alpen. Das Panorama ist einmalig, zumal meistens schon Schnee auf den Gipfeln der höheren Berge liegt und der Hopfensee durch die Sonnenstrahlen zum Glitzermeer wird. Wenn man Glück hat, sieht man Gämsen oder auch mal einen Adler kreisen.

Am Senkelkopf angekommen: Blick auf die Alpen und den Hopfensee
Alpe Beichelstein
Vom Senkelkopf gelangt man dann in einem fünfzehn-minütigen Abstieg zur Alpe Beichelstein. Von der Alpe aus, kann man bei herrlichem Sonnenschein einen super Fernblick genießen. In der rustikal eingerichteten Stube der Alpe Beichelstein, in der bei kühlerem Wetter oder abends auch ein Kachelofen die Temperaturen angenehm macht, schmecken Schmankerl aus der guten Küche. Und das zu humanen Preisen für Speisen und Getränke. Natürlich spielt auch eine Musik zünftig auf. Dank Kaiserwetter haben wir einen Außenplatz angestrebt. Obwohl die Alpe gut besucht war, haben wir einen super Platz auf der Terrasse bekommen. Bei Gulaschsuppe, Schinken- Speck- und Käsebroten haben wir uns jeder ein Radler der Aktienbrauerei in Kaufbeuren schmecken lassen, konnten die Wärme der Sonne und die frische Luft bestens genießen.

Alpe Beichelstein

Alpe Beichelstein: 952m

Radler der Aktienbrauerei
Abstieg zum Parkplatz nach Seeg
Nach dieser wohl verdienten Pause machten wir uns wieder auf den Rückweg und wanderten wieder auf der Nordseite ab, aus Abwechslungsgründen allerdings einen anderen Weg. Eine weitere Möglichkeit wäre gewesen, den Südabstieg zu wählen und dann mit dem Taxi, das meistens unten schon wartet, nach Seeg fahren lassen.
Da es aber schon langsam begann dunkel zu werden, entschieden wir uns für einen raschen Abstieg ohne Taxibeansspruchung. Auf unserem Weg machten wir außerdem Bekanntschaft mit ein paar fotogenen Kühen, die sich gekonnt ins rechte Licht begaben. Nach einer knappen Stunde waren wir wieder am Parkplatz in Seeg. Zufrieden, aber auch etwas müde von dem tollen Ausflug, war hiermt unser kleiner Urlaub im Allgäu beendet und wir machten uns auf die Rückreise nach Augsburg.

Kuhweide beim Abstieg

Neugierige Kühe

Germany´s next Kuh-Model
Alpenpanorama von der Alpe Beichelstein:





Ich muss schon sagen: eine richtig hübsche Gegend dort. Wenn man sich überlegt, wie weit man oft in exotische Länder fliegt, um Schönheit zu sehen…
Hi Stefan,
toller Bericht über eure Wanderung, da bekommt man echt Lust selbst ins Allgäu zu fahren. Noch dazu habt ihr ja echt ein super Wetter erwischt. Danke, dass du den Reisebericht zur Alpe Beichelstein online gestellt hast! Auch die Bilder gefallen mir. Zu den Schuhen von deiner Freundin fällt mir wirklich nichts mehr ein,
!
Servus Stefan,
gute Beschreibung; vielleicht sollte man noch als Tipp, wenn man schon in der Ecke ist, das Maria Hilfer Sudhaus in Speiden erwähnen.
Viele Grüße
J. L.