Ägypten- vom Roten Meer ins Landesinnere

Unseren dritten Urlaub in Ägypten planten wir ein wenig anders als die vorherigen Reisen dorthin. Wir wollten mehr vom Land sehen und konnten mit einigen Erfahrungen für Land und Leute eine erneute Reise nach Ägypten antreten.

Am Wasser erholen

Es zog uns zuerst wieder an das Rote Meer. Raus aus dem kalten Schmuddelwetter, hinein in die wärmende Sonne und das klare Wasser. Auch wenn Hurghada nicht den besten Ruf hat und von einer typisch ägyptischen Atmosphäre weit entfernt ist, buchten wir dennoch unseren Flug dorthin. Die unzähligen Hotels, die sich heute in der Stadt befinden, sind ein großer Pluspunkt, denn für jeden Geschmack ist etwas dabei. Wir wählten eines der kleinen Hotels, in denen es ruhiger ist.
Nach den ersten Erholungstagen, die wir gemütlich am Strand verbrachten, buchten wir für den nächsten Tag einen Ausflug mit dem Boot. Das Tauchcenter im Hotel nahm uns gern als Schnorchelgäste zwischen den Hobbytauchern auf. Es war ein herrlicher Tag, den wir an zwei wunderschönen Riffen verbrachten. Wir hatten viel Zeit uns die Unterwasserwelt anzuschauen und genossen am Mittag frischen Fisch.

Kairo – Mutter aller Städte und Gegensätze

Unsere 14-tägige Reise hatten wir im Voraus geplant. Daher war für den vierten Tag eine mehrtägige Fahrt nach Kairo geplant. Der Plan sah vor, die alten Teile der Stadt, Moscheen und den Tahrir Platz zu besichtigen. Auf der Rückfahrt sollte uns unsere Reise zur Oase Fayum führen. Wir kauften uns Tickets für die frühen Morgenstunden, um mittags Kairo zu erreichen. Die Stadt ist mit Menschen und Autos überfüllt. Als Europäer wagt man sich kaum, eine Straße zu überqueren. Man muss die Stadt nicht mögen, dennoch ist sie aufregend. Die leckeren Gerüchte der Imbissstände auf der Straße, die Parkanlagen und mitten durch die Stadt fließt einer der größten Flüsse der Erde; der Nil. An den Ufern stehen kleine Schiffchen, auf Gäste wartend für eine kleine Tour. Wir nahmen das Angebot dankend an, lehnten uns zurück und betrachteten die zweitgrößte Stadt der Welt vom Wasser her.
In Kairo stehen große Geschäftshäuser, teure Hotels, riesige Shoppingcenter – aber auch viele alte und traurig schauende Häuser. Auf den Straßen haben wir reiche und arme Menschen gesehen, Jung und Alt. Luxuriöse Geschäfte und dann, ein paar Straßen weiter, Straßenhändler, die billige Produkte aus China verkaufen. Kairo bietet jeden Gegensatz, und dennoch wird die Stadt bei jedem Gebetsruf, der von überall zu hören ist, wieder in sich vereint.

Endlich Fayoum – eine Oase in der Wüste

Wie geplant fuhren wir von Kairo auf dem Rückweg nach Hurghada über Fayoum. Es war immer mein Traum, eine der Oasen zu erleben. Endlose Gemüsefelder, Dattelpalmen, geschäftiges Treiben und Ruhe erwarteten uns hier. Die Oase ist eine Stadt mit mehreren Bezirken und einer langen Historie, die bereits 4500 vor Christus begann.
Daher befinden sich hier noch immer Tempel und ein koptisches Kloster aus dem 5. Jahrhundert, das wir uns zwischen Mittagessen und Nachmittagstee anschauten.

Überwältigt von Eindrücken und Tausenden von Bildern erreichten wir wieder unser Hotel und entspannten uns die restlichen Tage beim Baden im Meer.

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