Die beliebtesten europäischen Städte und deren Eignung für Backpacker

Gerade im Zeitalter von Billigflügen erfreuen sich Städtereisen wachsender Beliebtheit. Schließlich kann man inzwischen in nur ein oder zwei Flugstunden die faszinierendsten europäischen Metropolen erreichen und wird so bereits im Rahmen eines Kurz-oder Wochenendtrips einen spannenden Einblick in das umfangreiche Kulturangebot der jeweiligen Reisedestination nehmen können. Für einen Kurzurlaub bieten sich Unterkünfte in jeder Preisklasse. Möchte man als Individualreisender auf Gleichgesinnte stoßen, so sind vor allem Backpacker Hostels zu empfehlen, welche sich den Bedürfnissen von preisbewussten und alternativ orientierten Rucksackreisenden angepasst haben und neben einem einfachen Domizil auch eine Fülle an Events anbieten, die die Kontaktaufnahme erleichtern. Wer hingegen einen längeren Aufenthalt plant und sich für diese Zeit sein eigenes kleines Reich wünscht, wird online eine stattliche Auswahl attraktiver Ferienwohnungen in den schönsten europäischen Städten, darunter Paris, London und Berlin, finden.

Paris – Stadt der Liebe, Kunst und Romantik

Auch wenn sich das Klischee von der sagenumwobenen Stadt der Liebe tapfer hält, sollte man sich bei seiner Ankunft in Paris auf eine Enttäuschung gefasst machen. Denn um tatsächlich beschauliche und romantische Flecken im Herzen dieser modernen, lauten, schmutzigen und dazu noch sündhaft teuren französischen Metropole zu finden, ist man auf den Rat von Einheimischen angewiesen. Natürlich spielt in diesem Zusammenhang auch die Jahreszeit, die man für seinen Aufenthalt einplant, eine große Rolle. Den Sommer sollte man tunlichst vermeiden, da es heiß und stickig ist und selbst kleine Gassen von Touristentrauben überfüllt sind. Im Frühjahr, Herbst und Winter kann es jedoch sein, dass man in den Genuss kommt, sich für eine Weile wie ein Einheimischer zu fühlen und alte Zeiten wieder aufleben zu lassen, indem man am frühen Morgen in einem der urigen Straßencafés einen Blick in die französische Tageszeitung wirft und dabei an seinem Milchkaffee nippt, am Nachmittag durch das berühmte Künstlerviertel Montmartre schlendert und am Abend bei einem Glas Wein an der Seine sitzt, den Straßenmusikanten lauscht, die idealerweise einige der bekanntesten Chansons zum Besten geben, und die Lichter dieser niemals schlafenden Weltstadt bewundert. Wenn man das Privileg hat, Paris auf diese Weise zu erleben und die Kunstwerke der großen Meister wie beispielsweise Monets überdimensionale Seerosen ohne die lästigen Kommentare zahlloser anderer Museumsbesucher mehr oder weniger alleine zu bewundern, dann wird man etwas von dem einzigartigen Zauber spüren, der viele Jahre mit dieser geschichtsträchtigen Stadt in Verbindung gebracht wurde.
Möchte man bei seinem Aufenthalt in Kontakt mit Gleichgesinnten kommen, ohne in einem Hostel zu übernachten, so bietet Couchsurfing vor allem für Alleinreisende eine spannende Alternative, hat man hier doch nicht nur die Möglichkeit einer kostenlosen Unterkunft, sondern auch die Gelegenheit, Einheimische auf unkomplizierte Weise kennenzulernen und folglich sozusagen aus erster Hand mit Geheimtipps bezüglich exklusiver Events, Sehenswürdigkeiten, Orte etc. versorgt zu werden.

Londons faszinierende Mischung aus Nostalgie, Moderne und Multikulturalität

Ähnlich wie Paris liegt der Nachteil eines Aufenthalts in der englischen Hauptstadt in den horrenden Preisen. Hier sollte man sich an der hiesigen Studentenszene orientieren, welche in der Regel über mögliche Preisnachlässe in sämtlichen Kategorien informiert ist. Grundsätzlich zu empfehlen ist ein Besuch im Sommer, welcher ein buntes und vor allem kostenloses Unterhaltungsprogramm in Form von Open-Air-Konzerten, Straßentheater und Freiluftkinos bietet. Abgesehen davon stellen Londons zahlreiche Parks wie beispielsweise der Hyde Park und der Regents Park nicht nur grüne Oasen der Entspannung und Erholung dar, sondern veranschaulichen auch die hiesige Gartenkunst. Hier kann man problemlos den Tag verbringen, schreiben, musizieren oder sich mit Freunden zu einem Picknick treffen.
Kulturinteressierte werden von der Tatsache begeistert sein, dass der Eintritt in viele staatliche Museen frei ist und man so im Rahmen eines längeren Aufenthalts die jeweiligen Kunstwerke beliebig oft studieren kann. Freunde der alternativen Mode, Musik und Kunst werden nach wie vor auf den Straßenmärkten von Camden Town auf ihre Kosten kommen. Und ein abendlicher Bummel an der Themse steht seinem französischen Pendant in puncto Romantik und Idylle in Nichts nach. Abgesehen davon lassen sich BesucherInnen immer wieder von dem urigen Charme der typisch englischen Telefonzellen, Taxis und Busse betören, welche an die goldenen 1920 er Jahre erinnert. In diesem Zusammenhang sollte man natürlich auch die Klassiker unter den Sehenswürdigkeiten, darunter den Buckingham Palace sowie die Kirchen Westminster Abbey und Westminster Cathedral besichtigen.
In Bezug auf die landestypischen kulinarischen Delikatessen scheiden sich die Geister. Gleichwohl viele Menschen immer noch von der berühmt-berüchtigten Eintönigkeit der englischen Küche überzeugt sind, wird oft vergessen, dass gerade London weltweit zu den größten Metropolen zählt, welche ganz im Zeichen von Multikulturalität stehen. So gibt es in der englischen Hauptstadt ganze Straßenzüge, die von einem bestimmten Kulturkreis und der entsprechenden Küche dominiert werden und London, entgegen aller Klischees, zu einem Paradies für Freunde indischer, arabischer, nahöstlicher, europäischer und afrikanischer Spezialitäten machen.

Berlin – die neue Party-Hauptstadt für Preisbewusste

In Bezug auf Multikulturalität und kulinarische Köstlichkeiten hat auch Berlin einiges zu bieten.
Zudem zählt die deutsche Hauptstadt inzwischen auch auf internationaler Ebene zu den Spitzenreitern unter den Reisezielen für leidenschaftliche Partygänger. Denn nicht nur die zahlreichen Events, sondern auch die zum Teil unglaublich niedrigen Preise, sei es nun in Bezug auf Unterkunft, Eintritt oder Verpflegung machen die pulsierende Metropole im Vergleich zu ihrem französischen und englischen Pendant für Reisende aller Altersstufen attraktiv. Zudem lassen sich die meisten Sehenswürdigkeiten bequem zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit U-oder S-Bahn erreichen. Die Museumsinsel, welche einige der schönsten staatlichen Museen, darunter das weltberühmte Pergamon-Museum beherbergt, begeistert aufgrund ihrer Ausmaße und ihrer prachtvollen Umgebung nicht nur Kultur-und Geschichtsinteressierte. In einer der nahegelegenen Grünanlagen wie beispielsweise dem malerischen Lustgärtchen mit Blick auf den Berliner Dom kann man die vielfältigen Eindrücke gebührend verarbeiten und dabei den sentimentalen Klängen der Straßenmusikanten lauschen. Für die leiblichen Bedürfnisse wird in zahlreichen Cafés und Restaurants gesorgt. Besonders günstig und gut kann man in der nahegelegenen Cafeteria der Humboldt Universität speisen. Mit etwas Glück findet man hier an einem der Buchstände auch noch die passende Reiselektüre. Gebrauchte Bücher werden vornehmlich am Wochenende auf der Museumsinsel und an den Eingängen der HU feilgeboten. Alternativkunst bieten die East Side Gallery und das legendäre Tacheles. Abgesehen davon ist fast jeder Fleck Berlins geschichtsbeladen und ein Besuch des Brandenburger Tors, welches auch in der Gegenwart als Austragungsort vieler kultureller Veranstaltungen und Paraden dient, darf im Rahmen einer Sightseeingtour natürlich nicht fehlen. In puncto Clubs, Bars und Festivals durchläuft Berlin einen ständigen Veränderungsprozess, so dass man sich am Besten kurz vor Reiseantritt über die aktuell angesagten Orte und Events informiert. Zählte beispielsweise ursprünglich Kreuzberg zur ersten Anlaufstelle von jungen Party-Begeisterten, so übernimmt gegenwärtig der Stadtbezirk Friedrichshain die Führung.

Comments are closed.