Ausflug zur Grüntenhütte

Der Grünten ist ein Berg im Alpenvorland, befindet sich im schönen Allgäu und erreicht eine Höhe von 1738 m. Die Grüntenhütte- das Ziel unseres Ausflugs- liegt auf 1477 m und kann wahlweise auch mit dem Auto erreicht werden. Wir wollten natürlich lieber Wandern! Wer hier im Winter zum Wintersport anreist, findet rund um die Hütte herum viele Skipisten, die von einigen Skiliften bedient werden. In der Wintersaison ist hier Hochbetrieb, was in unserem Fall (August) glücklicherweise nicht zutraf. Die Skilifte stehen still,  Schnee ist keiner zu sehen und die Natur zeigt sich in schönen Farben. Das zieht wiederum Wanderer, wie uns an, die den Weg zur Grüntenhütte einschlagen.

Witz-Wanderweg zur Grüntenhütte

Unser Wanderweg beginnt in Kranzegg, und folgt einem Wildbach bis wir das Berggasthaus Deubele und die Asante Christuskapelle erreichten. Dieser Weg ist gut zu gehen, da er noch nicht zu steil oder unwegsam ist und führt durch Wald und an Wiesen vorbei immer aufwärts. Als wir an der Jörge Alp vorbeikommen, wo nun auch der Weg für die Fahrzeuge endet, können wir schon die erste sehenswerte Aussicht genießen.
Von hier aus hatten wir den ersten schönen Überblick über die grandiose Landschaft am Grünten und zum Giggelstein. Hier oben teilt sich der Wanderweg und führt unter anderem zur Alpe Kammeregg oder zur Neumayr Alpe- unser Ziel war aber die hochgelegene Grüntenhütte. Ab hier hatten wir es nicht mehr allzu weit zu unserem Ziel, von wo wir den Blick in alle Richtungen frei schweifen lassen konnten. Einmal erkannten wir in der Ferne den Forggensee und den Aggenstein und in anderer Richtung sind die Ortschaft Rettenberg und der Kletterberg Giggelstein zu erkennen. Wer ganz auf den Grünten möchte, muss sich ab hier auf eine Klettertour vorbereiten, die ich nur erprobten Wanderern oder vielleicht sogar Kletterern empfehlen würde- ohne gute Ausrüstung läuft hier nicht viel. Dieser Aufstieg dauerte bei uns etwa 40 Minuten, bis wir auf dem Gipfel ankamen. Der Gipfelblick belohnt uns für den teilweise doch recht anspruchsvollen Weg, zumal uns das Wetter die Sicht bis Obersdorf und Sonthofen ermöglichte.

Die Grüntenhütte

Die Grüntenhütte ist das ganze Jahr über geöffnet und bietet Gästen nicht nur schmackhafte Brotzeiten sondern auch eine Schlafgelegenheit zu humanen Preisen. Da um die Hütte herum offenes Skigelände ist, scheint die Sonne im Sommer direkt auf die Wanderwege und es kann ganz schön warm werden. Deshalb wurde uns auch geraten, diese Wanderung am Morgen oder am Nachmittag zu machen, damit sie nicht zu schweißtreibend wird. Als erstes Hotel in den Allgäuer Bergen verbreitet die Grüntenhütte noch immer eine urige Atmosphäre, die wohl auch schon nach der Errichtung mitte des 19. Jahrhunderts herrschte. Nach einer zünftigen Brotzeit und einem traumhaften Radler, machten wir uns an den Abstieg.

Sehenswertes auf dem Wanderweg 

Unsere Wanderung über den Alpweg führt auf einem Waldweg entlang, der bis zur Wildbachverbauung geht. Dann folgten wir der Straße bis zum Berggasthof Deubele, in dessen Nähe die Asante Christus Kapelle steht. Die Kapelle ist eine kleine quadratische Holzkirche, die von Tansaniern und Bayern vor langer Zeit gebaut wurde. Als wir die Jörgalp erreicht hatten, konnten wir erneut einen imposanten Fernblick genießen. Der Abstiegführte uns vorbei an Sehenswürdigkeiten wie dem Krieger- und dem Jägerdenkmal. Desweiteren möchte ich noch die Topfen Alpe erwähnen, ein Berghof der selbstgemachten Bergkäse verkauft. Mit Hinblick auf die Daheimgebliebenen besorgten wir uns hier ein kleines Souvenir in Form eines sogenannten Wiesenkäses. Hätte ich gewusst, dass er daheim so gut ankommt, hätte ich noch etwas mehr mitgenommen.
Wieder in unserem Ausgangspunkt in Rettenberg angekommen, passierten wir auf der Heimfahrt unsere schöne aber auch anstrengende Wanderung Revue.

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